Dieser scharfe Blick am Rande unserer Wahrnehmung ist der rote Faden innerhalb der Arbeit von Julia Wenz. Schichtweise kratzt sie die Patina von unserem Alltag und entdeckt, und wir mit ihr, Anderes. Buddhas können Osterhasen sein, Teppiche ganze Tennisplätze und ein Geysir ist ein kochender Wok. Mühelos liest sie sich durch Zeichensysteme unterschiedlicher Kulturen und übersetzt das Gelesene in kleine Objekte, Fotografien, Filme, Installationen und Zeichnungen.
Unter den vordergründig bunten, spielerisch gestalteten Oberflächen öffnet sich jedoch bei näherer Betrachtung, gleich einem doppelten Boden, eine Tiefe gefüllt mit kunsthistorischen und soziokulturellen Verweisen.
Deep Blue, die Methode Wenz macht Lust auf mehr. Einmal eingetaucht in diese Welt von Ideen und Möglichkeiten fällt das Auftauchen schwer. Kunst für Künstler und die müssen es wissen!

Tipp: Sammeln, unbedingt!